Transparenz und De-Platforming als Strategien der Debatte im digitalen öffentlichen Raum

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.60678/gmj-de.v15i2.315

Schlagworte:

Öffentlichkeit, Debatte, Transparenz, Deplatforming, hate speech, Regulierung, soziale Medien, digitale Öffentlichkeit, Habermas, Mouffe

Abstract

Digitale Debatten scheinen oftmals geprägt von Hass, Gewalt(-verherrlichung) und Fake News, weswegen über Regulierungsmechanismen als formale Strukturen politischer Öffentlichkeiten nachgedacht werden muss. Je nach Vorstellungen einer idealen digitalen Öffentlichkeit müssen Ausgleich und Konflikt verschiedener Positionen und Identitäten, eine breite Partizipation der Bürger:innen und alles in allem angemessene Umgangsformen ausgehandelt werden. Unser demokratietheoretischer Beitrag fragt nach geeigneten Strategien zur Debattenregulierung im öffentlichen digitalen Raum und identifiziert dazu in einem ersten Schritt die Prinzipien von Deplatforming und Transparenz. Das Prinzip des Deplatforming ermöglicht es, radikalen, menschenverachtenden Akteur:innen und Positionen den Zugang und die Bühne zu entziehen. Das Prinzip der Transparenz zielt darauf ab, verschiedene Positionen in ihrer Breite und dazugehörige Gegenreden abzubilden. Beide Herangehensweisen strukturieren den öffentlichen Raum und sind von unterschiedlichen Idealen von Öffentlichkeit geleitet. In unserem Beitrag erläutern wir beide Prinzipien und ordnen sie demokratietheoretisch ein: Durch eine Einbettung in deliberative und radikaldemokratische Perspektiven auf die Öffentlichkeit und deren digitale Transformation gehen wir der Frage nach, ob die beiden Strategien jeweils eher Konflikt oder Konsens fördern. Welche demokratietheoretische Bedeutung kommt den beiden Strategien somit zu? Zusammenfassend diskutieren wir beide Strategien und ihre Implikationen für eine digitalisierte demokratische Öffentlichkeit.

Autor/innen-Biografien

Sarah Rebecca Strömel, Universität Regensburg, Deutschland & Columbia University, USA

Dr. Sarah Rebecca Strömel ist Visiting Research Fellow an der Columbia University in New York City und Akademische Rätin a.Z. am Institut für Politikwissenschaft der Universität Regensburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Politische Theorie und Ideengeschichte, Demokratietheorien, Debattenkultur und Debattenregulierungsstrategien sowie das Verhältnis von Emotionen und Politik.

Lea Watzinger, Universität Passau, Deutschland

Dr. Lea Watzinger ist derzeit Akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl für Politische Theorie an der Universität Passau. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Politische Philosophie und Theorie, Medienethik und die digitale Transformation des Politischen.

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Veröffentlicht

30.12.2025

Zitationsvorschlag

Strömel, S. R., & Watzinger, L. (2025). Transparenz und De-Platforming als Strategien der Debatte im digitalen öffentlichen Raum . Global Media Journal - German Edition, 15(2). https://doi.org/10.60678/gmj-de.v15i2.315

Ausgabe

Rubrik

Special Section: Norms, Power Relations and Injustices in Digitality