Current Issue

Volume 6, No. 2
Autumn / Winter 2016

Special issue: Entangled History from a Media Perspective

Editorial

Indira Dupuis, Maria Löblich & Thomas Birkner
Entangled history medial gedacht: Internationale und transkulturelle Kommunikationsgeschichte
(article in German)
special issue
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Peer Reviewed Articles

Jürgen Wilke
Periodisierungen und transnationale Bezüge nationaler Pressegeschichte im Ländervergleich
(article in German)
special issue
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Thomas Wiedemann & Michael Meyen
Amerikanisierung durch Internationalisierung: Die Expansion der International Communication Association (ICA)
(article in German)
special issue
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Andre Dechert
A Case of Asynchronous Media Change in the 1950s:
How US-American TV Series Came to Early West German Television
(article in English)
special issue
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Christina Sanko
“New Wine in an Old Bottle”? – Anniversary Journalism and the Public Commemoration of the End of the War in Vietnam
(article in English)
special issue
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Essays

Christian Oggolder
Das Internet als Ort der Erinnerung
(article in German)
special issue
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From the Field

Martin Scott & Christoph Dietz
Bring back the Audience: A Discussion of the Lack of Audience Research in the Field of Media Development
(article in English)
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Book Reviews

Giuliana Sorce
Nordenstreng, Kaarle & Thussu, Daya K. (Eds.) (2015): Mapping BRICS media
(review in English)
Read Review

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Dieser Text führt in das Themenheft „Entangled history medial gedacht“ ein, das sich einer Kommunikationsgeschichte widmet, die den Nationalstaat als Bezugsrahmen historischer Kommunikationsprozesse erweitert und dafür internationale und transkulturelle Bezüge sowie Wechselwirkungen zwischen nationaler und globaler Ebene untersucht. Die Beiträge des Themenheftes werden hier systematisiert und vorgestellt. Sie wenden verschiedene Perspektiven, für die hier der Klammerbegriff „entangled history“ benutzt wird, auf die Geschichte der Kommunikationswissenschaft und der Kommunikationsgeschichtsschreibung, auf Erinnerungskulturen, Fernsehserien sowie auf historische Zeitzeugenschaft und das soziale Gedächtnis im Internet an.
Eine der klassischen Aufgaben der Geschichtsschreibung sind Periodisierungen, d.h. die Untergliederung des historischen Geschehens in einzelne Phasen oder Epochen. Das gilt so wie für die Allgemeine Geschichte auch für die Presse- und Mediengeschichte. Dabei sind solche Bemühungen immer zwiespältig. Sie abstrahieren im Nachhinein vom Verlauf der Geschichte, ziehen zeitliche Grenzen, legen Zäsuren fest, konstruieren sinnhafte Einheiten. Es ist naheliegend, dass solche Periodisierungen zunächst einmal auf nationale Geschichtsverläufe bezogen werden. Entsprechend unterschiedlich können diese ausfallen. Von solchen theoretischen Überlegungen ausgehend, werden die Periodisierungen der Pressegeschichte in drei europäischen Ländern miteinander verglichen und dahingehend untersucht, inwieweit transnationale Referenzen darin vorkommen. Die Beschränkung auf die Presse ist geboten, weil sie die längste Geschichte aller modernen Medien hat. Einbezogen werden sechs Pressegeschichten aus Deutschland, drei aus Frankreich und zwölf aus Großbritannien. Sie erstrecken sich über einen Zeitraum von 150 Jahren. Überdies werden sieben „transnationale“ Pressegeschichten untersucht, also solche, die nicht nur ein Land behandeln. Ein eher trivialer Befund ist, dass die jeweilige Pressegeschichte in allen drei Ländern primär unter einem nationalen Blickwinkel dargestellt wird. Autoren aller drei Länder reklamierten anfangs auch die Geburt der Zeitung für sich. In der Periodisierung gibt es Unterschiede, die entweder mit der jeweiligen politischen Geschichte oder der eigenen Presseentwicklung zu tun haben. Am stärksten politisch periodisiert wird die französische, am wenigsten die britische. Die Pressegeschichten in allen drei Ländern unterscheiden sich auch hinsichtlich der transnationalen Referenzen auf die Presse in anderen Ländern.
Basierend auf der Soziologie Bourdieus problematisiert dieser Beitrag die Bemühungen der International Communication Association (ICA), sich über die Öffnung ihrer Führungsetage für Wissenschaftler außerhalb der USA in eine wahrhaft internationale Fachgesellschaft zu verwandeln und der Herausforderung einer global vernetzten Disziplin zu begegnen. Geleistet werden soll so ein kritischer Beitrag zur Selbstreflexion der Kommunikationswissenschaft, zu verstehen als Deutungsangebot und Ausgangspunkt für die wissenschaftliche Diskussion. Die Untersuchung von Habitus und Kapital der 29 ICA-Präsidenten und ICA Fellows aus der internationalen Scientific Community zeigt, dass die weltweit größte kommunikationswissenschaftliche Fachgesellschaft trotz der Ausweitung ihrer Führungsriege immer noch deutlichen US-Einflüssen unterliegt. Die neuen ICAWürdenträger, die für nationale und fachliche Vielfalt stehen sollen, stammen aus Weltregionen, die eine besondere Nähe zu den Vereinigten Staaten auszeichnet, und wurden an US-Universitäten sozialisiert oder stark von der US-amerikanischen Forschungstradition geprägt. Ausnahmen („Einkäufe“ von führenden Vertretern anderer Fachgesellschaften oder alternativer Paradigmen) bestätigen die Regel. Die Internationalisierung der ICA-Führungsetage veränderte demzufolge weniger den Machtpol im Fach als vielmehr die Kommunikationswissenschaft weltweit. Zwar gelangten neue Perspektiven ins Zentrum der Disziplin. Im Gegenzug fand jedoch eine Amerikanisierung nationaler Felder statt, allen voran durch ICA Fellows als Vorbilder im Kampf um wissenschaftliches Kapital. Die Bemühungen der ICA, sich durch die Expansion ihrer Führungsriege zu internationalisieren, dürften somit die Machtstrukturen im Fach weiter verfestigt haben.
The influence of radio and cinema on the first television program designs in West Germany, and other nations, can be explained by a theory which has recently been put forward by communication scholar Gabriele Balbi. According to Balbi, in a first step new media imitate old media in manifold ways before they develop characteristics of their own and become a truly new medium. However, the ‘producers’ of early West German national television were not only looking to radio or cinema for clues on how to design the program of Deutsches Fernsehen (DFS), West Germany’s first and only national television channel from 1954 to 1961/63. DFS’ executives and executive employees were also looking to other nations, particularly to those – like the United States – that were years ahead in television’s evolution. Especially the implementation of the entertainment series in West German television is strongly rooted in visits to the United States and newly gathered information and impressions. To exemplify this argument, I delve into examples which demonstrate that West German television executives and executive employees were either creating television series on the basis of US-American television series or were broadcasting the latter after synchronization. In this context, major findings of diffusion research constitute a useful addition to current theories on media change.
April 30th, 2015 marked the 40th anniversary of the end of the war in Vietnam. This article discusses the role of Vietnamese journalism in the coverage of this commemorative date as well as the history and events it is linked with. It addresses the question of how coming to terms with the past plays out in the journalistic field of an increasingly globally connected and economically continuously growing Vietnam. By means of qualitative content analysis and expert interviews with Vietnamese media professionals the paper characterizes the nature of anniversary journalism on this particular event and elaborates on its meaning for the construction of cultural memory in Vietnam. In that context, it also touches upon transnational relations with and controversies of remembrance in Vietnamese diasporic communities. The study found that anniversary journalism in Vietnam goes beyond the mere coverage of a single commemorated day along state ideological lines and constitutes part of a larger context of cultural memory in Vietnam and the diaspora. It is itself subject to change over time and of tensions between state, economic, professional and personal interests in a vastly changing, but still state-controlled media environment. Such tensions can result in ambiguities, vagueness and the coexistence of a variety of narratives in the reporting. Despite slight liberation tendencies, however, anniversary journalism on the contentious meaning of April 30th does not represent a transnational forum for negotiating the past in Vietnam and its diaspora.
Digitale Kommunikationsmedien spielen eine zentrale Rolle in einem globalen Transformationsprozess, der alle Bereiche der Gesellschaft, das einzelne Individuum, Politik, Wirtschaft und Kultur betrifft. Entsprechend der fundamentalen Bedeutung des Internets in unserer mediatisierten Gesellschaft ist es wesentlich, auch den Bereich der Erinnerungskultur im Netz sowohl in seiner praktischen Anwendung als auch in der wissenschaftlichen Analyse zu berücksichtigen. Der Essay diskutiert die theoretischen Rahmenbedingungen und erörtert mögliche Zugänge zur Erforschung webbasierten Erinnerns.
This paper strives to highlight the significant lack of audience research in the field of media development and the consequences of this gap – both for project design and policy making – but also for broader efforts to integrate media into governance debates. Whilst this lack of evidence has been noted before, a number of recently published scoping reviews of the relevant literature now enable us to discuss, in detail, the extent and nature of this gap in our knowledge.

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Open Call for Spring/Summer 2017 issue

You are invited to send full paper submissions addressing any topic relevant to international or transcultural communication and media until March 15, 2017.

Please check our styleguide D / ENG.

Book on Demand

The articles of the special issue "Der Nahostkonflikt und die Medien" (Vol.4, No.1) can be ordered in a book for €12,90.
ISBN 978-3-7357-3918-6

Der Nahostkonflikt und die Medien

Affiliation

The Global Media Journal (GMJ) is the official publication of the Global Communication Association (www.globalcomassociation.com).

The German Edition is edited by Prof. Dr. Carola Richter and Dr. Christine Horz.

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